Neuschönau im Bayerischen Wald zählt rund 2200 Einwohner, ist ein staatlich anerkannter Erholungsort – und freut sich aber auch über eine ganze Reihe von mittelständischen Betrieben, die reichlich Gewerbesteuer in die Gemeindekasse zahlen. Eines dieser Unternehmen ist die BL Lasertechnik GmbH, die mit 40 Mitarbeitern Leistungen wie Laserschneiden und weitere Blechverarbeitung anbietet. Zum Laserschneiden wird Stickstoff als Schneidgas benötigt. Weil es beim Verdampfungsprozess Probleme mit der Armatur eines Mitbewerbers gab, war die bayerische Firma eine der ersten, die daraufhin den neuen HEROSE-KombiDruckregler 4186 einsetzte – und vollauf zufrieden ist.

 

 

Der flüssige Stickstoff wird bei BL Lasertechnik in einem 10.000 Liter / 37 bar fassenden Tank gelagert, ein Wärmetauscher wandelt den flüssigen Stickstoff nach Bedarf in Gas um. Max Bauer, Inhaber und Geschäftsführer von BL Lasertechnik, schildert die Probleme, bevor der KombiDruckregler Typ 4186 von HEROSE die Lösung brachte: „Je nach Dicke des Bleches, den ein Laserschneider bearbeitet, wird mehr oder weniger Stickstoff als Schneidgas benötigt.
Unabhängig von der Entnahme arbeitete der Druckauf- und abbau nicht zuverlässig. Aufgrund dessen fiel der Druck teilweise unter die benötigten 25 bar ab, bzw. stieg überproportional bis zum Abblasen der Sicherheitsventile an. Trotz mehrfachem Tausch des Druckreglers konnte dies nicht gelöst werden.

Die Probleme traten erstmals Ende 2013 auf. Selbst der unverzügliche mehrfache Tausch des regulären Druck-Regel-Ventils brachte keine Abhilfe. Bauer: „Das hing offensichtlich mit der Umstellung auf unseren Drei-Schichten-Betrieb und den damit verbundenen höheren Anforderungen zusammen. Die ständigen Pausen und Einstellungsversuche waren in Zeiten großer Nachfrage natürlich besonders ärgerlich.“ Zusammen mit Eberhard Zeller, dem betreuenden Außendienstmitarbeiter, der technischen Abteilung und dem Anwendungsingenieur Marcus Moritz des Stickstofflieferanten SOL, wurde nach dem Fehler gefahndet – und gefunden. Bauer: „Es zeigte sich, dass die Regelung für den Verdampfungsprozess nicht hundertprozent arbeitete.“

Die Probleme verschwanden

Was tun? Da die SOL schon seit über 25 Jahren mit HEROSE zusammenarbeitet, wurde das Problem beschrieben und HEROSE konnte helfen. Moritz: „Man bot uns den neuen KombiDruckregler an – obwohl er damals noch in der Testphase steckte.“ Der Typ 4186 von HEROSE bildet genau die in Neuschönau benötigten Funktionen ab: Druckaufbau, Druckabbau – und das alles mit integrierter Sicherheitsfunktion. Nach dem Einbau des Kombireglers waren die Probleme sofort verschwunden – und tauchten auch nicht wieder auf.
BL Lasertechnik produziert für 350 Kunden Bleche in diversen Bereichen – für Glasöfen beispielswiese, für Kabelkonfektionsmaschinen, aber auch für Metallsuchgeräte der Industrie. Bauer: „Wir bieten verschiedene Fertigungs-­tiefen an. Das geht vom einfachen Blechschneiden über mechanische Bearbeitungen wie Gewindeschneiden und Schweiß- und Fräsbearbeitungen bis hin zur Fertigung kleinerer Baugruppen.“

Überwiegendes Material sind Stahl und Edelstahl zu je 40 %, es folgt Aluminium. Die BL Lasertechnik verbraucht rund 200.000 m3 Stickstoff im Jahr, die monatlichen Stromkosten liegen bei 15.000 Euro. Die Geschichte der Firma und ihres Inhabers Max Bauer ist so etwas wie eine „Vom Tellerwäscher zum Millionär“- Story aus dem Bayerischen Wald. Bauer, heute 45 Jahre alt, wuchs im benachbarten Städtchen Grafenau auf, lernte Kfz-Mechaniker, wurde arbeitslos und begann als Aushilfe beim größten Arbeitgeber der Stadt, der Sedlbauer AG.

Eine „Vom Tellerwäscher zum Millionär“-Story

Bauer: „Damals lernte ich Schweißen und Schleifen, eben alles, was man zur Blechbearbeitung wissen muss.“ Bauer hatte Ehrgeiz. Machte eine zweite Lehre, dann seinen Meister, eignete sich auch noch BWL-Wissen an – und dann kam das Jahr 1998. „Damals stand Sedlbauer vor der Frage, ob man sich eine erste Laserschneideanlage kaufen sollte, sagt Bauer. Man entschied sich dagegen, fragte aber mich, ob ich mich nicht mit einem entsprechenden Betrieb als Zulieferer selbstständig machen wollte.“

Bauer wollte, expandierte, baute 2012 seinen Betrieb an heutiger Stelle – und weiß vor Aufträgen kaum, wann er sie erledigen soll. „Ein Drei-Schichten-Betrieb an sieben Tagen wäre mir das Liebste“, sagt er und lächelt bescheiden. Übrigens: Die Sedlbauer AG, mit der er nach wie vor freundschaftlich verbunden ist, nimmt heute nur noch weniger als 3 % seiner Produktion ab – Bauer hat sich abgenabelt.

 

Posted by HEROSE